Nachhaltiger Landkreis

 

Kreisentwicklung nachhaltig machen!Im Juni 2024 hat der Kreistag des Landkreises Freudenstadt mit großer Mehrheit das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept für den Landkreis Freudenstadt beschlossen, um für die aktuellen sowie künftigen Aufgaben und Herausforderungen des Landkreises optimal aufgestellt zu sein.

 

Das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept wurde in einem umfangreichen Beteiligungsprojekt gemeinsam von Verwaltung, Kreispolitik und einem breiten Spektrum aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft im Landkreis erarbeitet.

 

Die Kreisverwaltung setzt nun, teilweise auch mit Partnern, Schritt für Schritt die beschlossenen Maßnahmen um und verfolgt damit die im Konzept hinterlegten Ziele.

 

Hier erfahren Sie mehr über das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept und seine Inhalte:

 

 Nachhaltige Entwicklung - was ist das eigentlich?

Nachhaltiges Handeln bedeutet, nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Erde oder zukünftiger Generationen zu leben. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte sind dabei gleichermaßen zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen. Die Belastbarkeit des Systems Erde und der Natur bilden hierbei die Grenze menschlichen Handelns. Diese Definition von nachhaltigem Handeln ist die Grundlage für das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Freudenstadt.

 Was genau ist ein nachhaltiges Kreisentwicklungskonzept?

Das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept ist der Kompass, der aufzeigt, wie eine zukunftsfeste Entwicklung des Landkreises Freudenstadt möglich wird.


Dazu wurde ein Leitbild mit 15 Handlungsfeldern in den Bereichen Ökologie, Wirtschaft, Soziales, Politik und Verwaltung erarbeitet. Die Handlungsfelder bilden die Schwerpunktthemen in denen die nachhaltige und damit zukunftsgerechte Entwicklung im Landkreis vorangetrieben werden soll.

Zu jedem Handlungsfeld gibt es einen Leitsatz, Handlungsziele und konkrete Maßnahmen. Die Leitsätze beschreiben den langfristig angestrebten Zustand eines nachhaltigen Landkreises Freudenstadt im jeweiligen Handlungsfeld.

 

Die Handlungsziele sind mittel- bis kurzfristig ausgelegt. Sie sind so ausgerichtet, dass sie von der Kreisverwaltung direkt beeinflussbar sind.

 

Die Maßnahmen sind konkrete Aktivitäten, mit denen die gesteckten Ziele erreicht werden sollen. Alle Maßnahmen sind in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst, der sukzessive abgearbeitet wird.

 

Um den Erfolg der Maßnahmen und die Zielerreichung messen bzw. kontrollieren zu können, wurde ein Monitoring System mit Indikatoren entwickelt.

 
Mehr Informationen zu den ZielenMehr Informationen zu den Maßnahmen

 Kann die Landkreisverwaltung alleine etwas ausrichten?

Die Kreisverwaltung und der Kreistag können gute Rahmenbedingungen schaffen und kluge politische Entscheidungen treffen, damit die Landkreisaufgaben an konkreten Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet werden und so die nachhaltige Entwicklung des Landkreises vorangetrieben wird.
Damit nachhaltige Entwicklung jedoch in der Breite wirken kann, braucht es neben der Kreisverwaltung und der Kreispolitik noch viele weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter – zum Beispiel aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.

 Wer hat den Entwurf des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts vorbereitet?

Der Entwurf des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts wurde von der Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbeirat des Landkreises Freudenstadt erarbeitet. Der Nachhaltigkeitsbeirat war ein Arbeitskreis, der aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft bestand. Auf diese Weise sollte garantiert werden, dass das nachhaltige Kreisentwicklungskonzept möglichst breit aufgestellt ist und möglichst viele Interessen berücksichtigt.
 

Nach dem Beschluss des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts wurde der Nachhaltigkeitsbeirat aufgelöst. Zur Weiterentwicklung der nachhaltigen Kreisentwicklungskonzeption wird mit dem „Multiplikatoren-Netzwerk“ ein neues, ebenfalls breit aufgestelltes Beteiligungsgremium geschaffen.

 

 

 
Mehr Informationen zum Nachhaltigkeitsbeirat

 Auch Schülerinnen und Schüler waren beteiligt

Im Jahr 2022 veranstaltete die Kreisverwaltung erstmals einen Schulwettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit im Landkreis. Über 200 Schülerinnen und Schüler aus 12 Schulen im Landkreis haben daran teilgenommen und Konzepte sowie konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Landkreis Freudenstadt ausgearbeitet und im Rahmen eines „Pitches“ öffentlich vorgestellt.
 

Der Nachhaltigkeitsbeirat hat einige Vorschläge der Schülerinnen und Schüler in den Maßnahmenkatalog des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts aufgenommen.

 
Mehr Informationen zu den Maßnahmen

 Einwohnerinnen und Einwohner haben mitgearbeitet

Um auch den Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an der Erarbeitung des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts zu beteiligen, gab es im Jahr 2023 zwei große Nachhaltigkeitskonferenzen in Horb und in Freudenstadt mit insgesamt über 100 Teilnehmenden.

 

Wer nicht an den Nachhaltigkeitskonferenzen teilnehmen konnte, hatte die Möglichkeit, sich online über das Beteiligungsportal PINmit einzubringen. Auch davon wurde reichlich Gebrauch gemacht – über 1.000 Rückmeldungen kamen zusammen.

 

Auch die Ideen und Rückmeldungen der Einwohnerschaft wurden vom Nachhaltigkeitsbeirat intensiv betrachtet und dort, wo sinnvoll und möglich, in die finale Entwurfsfassung des nachhaltigen Kreisentwicklungskonzepts eingearbeitet.